Kaffeekonsum Deutschland Alter & Regionen Tabelle: Tassen pro Tag nach Altersgruppen & Bundesländern 2026

Deutschland bleibt ein ausgeprägtes Kaffeeland. Auch 2026 trinken die Menschen hierzulande im Durchschnitt mehrere Tassen Kaffee täglich. Der aktuelle Tchibo Kaffeereport 2026, der gemeinsam mit Statista auf Basis einer repräsentativen Befragung von 1.500 Kaffeetrinkerinnen und Kaffeetrinkern im Alter von 18 bis 75 Jahren erstellt wurde, kommt auf durchschnittlich 3,2 Tassen Kaffee pro Tag. (Tchibo)

Interessant ist dabei vor allem der Blick auf das Alter und die regionalen Unterschiede. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den verfügbaren Daten: Für 2026 liegen aktuelle Werte für größere Regionen vor, während eine vollständige Tabelle aller 16 Bundesländer mit Tassen pro Tag derzeit nicht veröffentlicht wurde.

Kaffeekonsum nach Alter 2026

Der Kaffeekonsum nimmt mit zunehmendem Alter tendenziell zu. Besonders deutlich wird dies beim Vergleich der jüngsten und der mittleren Altersgruppe.

Altersgruppe Kaffee pro Tag Einordnung
18–21 Jahre 2,3 Tassen niedrigster Wert
22–35 Jahre keine separat veröffentlichte Tassenangabe jüngere Erwachsene
36–55 Jahre keine separat veröffentlichte Tassenangabe mittlere Altersgruppe
56–65 Jahre 3,6 Tassen höchster Wert
66–75 Jahre keine separat veröffentlichte Tassenangabe ältere Erwachsene
Deutschland gesamt 3,2 Tassen Durchschnitt 2026

Die aktuell veröffentlichte Tchibo-Statistik weist ausdrücklich die Extremwerte aus: Die 18- bis 21-Jährigen trinken mit durchschnittlich 2,3 Tassen am Tag am wenigsten, während die 56- bis 65-Jährigen mit 3,6 Tassen an der Spitze liegen. (Tchibo)

Damit beträgt der Unterschied zwischen diesen beiden Altersgruppen 1,3 Tassen pro Tag. Das entspricht einem deutlich höheren täglichen Konsum bei den 56- bis 65-Jährigen.

Warum steigt der Kaffeekonsum mit dem Alter?

Die Altersentwicklung beim Kaffeekonsum ist kein völlig neues Phänomen. Bereits frühere Kaffeereports zeigten, dass ältere Erwachsene häufiger und mehr Kaffee trinken als jüngere Menschen.

Der Kaffeereport 2025 kam beispielsweise auf 3,8 Tassen täglich bei den 56- bis 65-Jährigen. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass jüngere Generationen beim Kaffeekonsum aufholen. (Tchibo)

Kaffee ist damit längst nicht mehr ausschließlich das klassische Getränk zum Frühstück oder im Büro. Cappuccino, Caffè Crema, Espresso und andere Varianten haben dazu beigetragen, dass Kaffee über verschiedene Tageszeiten und Altersgruppen hinweg konsumiert wird.

Kaffeekonsum nach Regionen 2026

Für 2026 bietet der Tchibo Kaffeereport eine regionale Auswertung. Dabei werden die Bundesländer zu vier Großregionen zusammengefasst.

Region Bundesländer Tassen pro Tag 2026
Ost Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen 3,3
Nord Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen 3,3
West Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland 3,0
Süd Bayern, Baden-Württemberg 3,6
Deutschland alle Regionen 3,2

Die Daten stammen aus dem Tchibo Kaffeereport 2026 und beziehen sich auf Kaffeetrinkerinnen und Kaffeetrinker zwischen 18 und 75 Jahren, die mindestens einmal im Monat Kaffee trinken. (Tchibo)

Damit liegt der Süden mit 3,6 Tassen pro Tag deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Westdeutschland kommt dagegen auf 3,0 Tassen und liegt damit am unteren Ende des regionalen Vergleichs.

Bundesländer: Was sagen die verfügbaren Daten?

Eine häufig gesuchte Statistik lautet: „Wie viele Tassen Kaffee trinken die Deutschen in jedem einzelnen Bundesland?“ Für 2026 ist eine solche vollständige und aktuelle Tabelle allerdings nicht verfügbar.

Der Tchibo Kaffeereport 2026 fasst die Bundesländer zu den vier genannten Regionen zusammen. Das bedeutet beispielsweise, dass für Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam ein Wert von 3,6 Tassen ausgewiesen wird. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass jeder Einwohner Bayerns exakt 3,6 Tassen trinkt.

Für einzelne Bundesländer existieren jedoch ältere Vergleichsdaten. Im Tchibo Kaffeereport 2022 wurden beispielsweise Niedersachsen und das Saarland mit jeweils 3,7 Tassen pro Tag als besonders kaffeestarke Länder genannt. Sachsen kam damals auf 3,0 Tassen. (Tchibo)

Diese Werte sollten allerdings nicht als aktuelle 2026-Werte verwendet werden.

Bundesländer-Tabelle mit Datenstand

Bundesland Tassen pro Tag Datenstand
Baden-Württemberg Teil der Süd-Region: 3,6 2026
Bayern Teil der Süd-Region: 3,6 2026
Berlin Teil der Ost-Region: 3,3 2026
Brandenburg Teil der Ost-Region: 3,3 2026
Bremen Teil der Nord-Region: 3,3 2026
Hamburg Teil der Nord-Region: 3,3 2026
Hessen Teil der West-Region: 3,0 2026
Mecklenburg-Vorpommern Teil der Ost-Region: 3,3 2026
Niedersachsen Teil der Nord-Region: 3,3 2026
Nordrhein-Westfalen Teil der West-Region: 3,0 2026
Rheinland-Pfalz Teil der West-Region: 3,0 2026
Saarland Teil der West-Region: 3,0 2026
Sachsen Teil der Ost-Region: 3,3 2026
Sachsen-Anhalt Teil der Ost-Region: 3,3 2026
Schleswig-Holstein Teil der Nord-Region: 3,3 2026
Thüringen Teil der Ost-Region: 3,3 2026

Wichtig: Die Tabelle stellt die regionalen 2026-Werte dar und weist sie den zugehörigen Bundesländern zu. Sie bedeutet nicht, dass für jedes einzelne Bundesland ein separat erhobener Wert von 3,3, 3,0 oder 3,6 Tassen vorliegt.

Ostdeutschland trinkt häufiger täglich Kaffee

Auch eine weitere Untersuchung bestätigt regionale Unterschiede. Die Aral Kaffeestudie 2025 ergab, dass 73 Prozent der Befragten in den östlichen Bundesländern täglich Kaffee trinken. In Bayern und Baden-Württemberg lag dieser Anteil dagegen bei 64 Prozent. Die Untersuchung befragte 1.100 Personen zwischen 18 und 75 Jahren. (Home)

Damit zeigt sich allerdings ein interessanter Unterschied zwischen den Studien: Beim Anteil der täglichen Kaffeetrinker liegt der Osten vorn, während beim durchschnittlichen Tassenkonsum pro Tag im Tchibo-Report 2026 der Süden mit 3,6 Tassen den höchsten Wert erreicht.

Beide Kennzahlen messen also nicht dasselbe.

3,2 Tassen Kaffee pro Tag im Deutschland-Durchschnitt

Der Tchibo Kaffeereport 2026 kommt insgesamt auf 3,2 Tassen pro Tag. Die Untersuchung wurde im Januar 2026 durchgeführt und umfasst 1.500 Kaffeetrinkerinnen und Kaffeetrinker zwischen 18 und 75 Jahren aus Deutschland. (Tchibo)

Auch der Deutsche Kaffeeverband bestätigt das hohe Konsumniveau. Für 2025 wird ein Pro-Kopf-Konsum von 161 Litern Kaffee angegeben. Das entspricht rechnerisch ungefähr 2,9 Tassen täglich, wobei Literverbrauch und Befragungswerte in Tassen nicht unmittelbar miteinander gleichgesetzt werden können. (Kaffeeverband)

Der Unterschied erklärt sich unter anderem durch unterschiedliche Untersuchungsmethoden und Definitionen.

Frauen und Männer beim Kaffeekonsum

Der Tchibo Kaffeereport 2026 zeigt außerdem einen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Frauen kommen auf durchschnittlich 3,4 Tassen pro Tag, Männer auf 3,0 Tassen. (Tchibo)

Gruppe Tassen pro Tag 2026
Frauen 3,4
Männer 3,0
Deutschland gesamt 3,2
Ost 3,3
Nord 3,3
West 3,0
Süd 3,6

Damit trinken Frauen in der aktuellen Tchibo-Erhebung im Durchschnitt etwas mehr Kaffee als Männer.

Kaffee bleibt Lieblingsgetränk der Deutschen

Die hohe Zahl von 3,2 Tassen täglich zeigt, welchen Stellenwert Kaffee in Deutschland weiterhin besitzt. Der Deutsche Kaffeeverband kommt für 2025 auf 161 Liter pro Kopf und bezeichnet Kaffee als meistkonsumiertes Getränk in Deutschland. (Kaffeeverband)

Auch die langfristige Entwicklung bestätigt diese Bedeutung. 2006 lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 146 Litern. 2024 waren es bereits 163 Liter. (Kaffeeverband)

Fazit: Kaffeekonsum nach Alter und Region 2026

Die Kaffeekonsum-Statistik Deutschland 2026 zeigt deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Regionen. Besonders viel Kaffee trinken die 56- bis 65-Jährigen mit durchschnittlich 3,6 Tassen pro Tag. Bei den 18- bis 21-Jährigen sind es dagegen nur 2,3 Tassen.

Regional liegt der Süden mit 3,6 Tassen täglich an der Spitze. Ost und Nord kommen jeweils auf 3,3 Tassen, während der Westen mit 3,0 Tassen den niedrigsten Wert der vier Großregionen erreicht. (Tchibo)

Für die einzelnen 16 Bundesländer gibt es im aktuellen Kaffeereport jedoch keine separat ausgewiesenen 2026-Werte. Deshalb sollten regionale Durchschnittswerte nicht fälschlicherweise als exakte Landeswerte interpretiert werden.

Quellen